Archiv der Kategorie: Fachtage

Fachtag 2023: Impressionen

Der Kinderschutzbund Köln gliedert seinen diesjährigen Fachtag an das bundesweite Thema „Gewalt ist mehr, als du denkst. Psychische Gewalt und emotionale Vernachlässigung“.

Die Veranstaltung fand am 30. August 2023 statt. Für den Hauptvortrag mit dem Titel „Bezugspersonen ohne Bezug zum Kind? Von emotionaler Misshandlung zur Desorganisation und Störung der Bindung.“ konnten wir Dr. Lars White vom Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung gewinnen. Nach dem Vortrag gab es die Gelegenheit an Workshops teilzunehmen. Der Fachtag richtete sich an Fachkräfte aus Kölner Einrichtungen der Jugendhilfe, Justiz, dem Gesundheitswesen, Schulen und anderen Institutionen.

Save the Date: Fachtag 2023

Der Kinderschutzbund Köln gliedert seinen diesjährigen Fachtag an das bundesweite Thema „Gewalt ist mehr, als du denkst. Psychische Gewalt und emotionale Vernachlässigung“.

Die Veranstaltung findet am 30. August 2023 statt und geht von 08:30 Uhr bis 13:30 Uhr. Eine Anmeldung wird gesondert versandt. Wenn Sie Interesse haben, in unseren Verteiler aufgenommen zu werden, dann wenden Sie sich bitte an info@kinderschutzbund-koeln.de.

Für den Hauptvortrag mit dem Titel „Bezugspersonen ohne Bezug zum Kind? Von emotionaler Misshandlung zur Desorganisation und Störung der Bindung.“ konnten wir Dr. Lars White vom Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung gewinnen. Nach dem Vortrag gibt es die Gelegenheit an Workshops teilzunehmen.

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus Kölner Einrichtungen der Jugendhilfe, Justiz, dem Gesundheitswesen, Schulen und anderen Institutionen.

Hilfe für Schüler:innen: Mental Health Fachtag

Zuviel Stress, zu viele Belastungen und Leistungsdruck  – es ist zu viel! Die Schüler:innen in Köln sind aktuell stark belastet und sie brauchen Hilfe – das sagen sie selbst.

Die Not ist so groß, dass die Schüler:innen in Köln einen Fachtag für Schüler:innen organisiert haben. „Break the silence: Mit Schüler:innen über mentale Gesundheit sprechen“. Stattfinden wird der Fachtag am 04. November 2022 in der IGIS Gesamtschule (Severinswall 40).

"Ihr macht uns diesen Stress, dann zeigt uns auch, wie wir damit umgehen.“

Safiya Larhtami

Safiya Larhtami

Schülerin

"Meine Tochter hat einfach angefangen zu weinen. Es war ihr einfach alles zuviel."

Anonym

Anonym

Mutter

Hilfe von sozialen Trägern
Neben vielen anderen sozialen Trägern wird auch der Kinderschutzbund Köln an diesem Tag vor Ort sein. Dabei berichten wir über unsere Hilfsmöglichkeiten. Zudem werden unsere erfahrenen Fachkräfte einen Workshop zum Thema „Und wie geht’s dir WIRKLICH?“ anbieten. Hierbei sollen vorallem die Schüler:innen gestärkt werden.

Thema auch auf der politischen Agenda
Einige Politiker:innen, zum Beispiel auch Sven Lehmann (Parlamentarischer Staatsekretär des Bundesfamilienministeriums und Queerbeauftragter der Bundesregierung) wird vor Ort sein, sich das Angebot des Fachtages genau anschauen und über die Informationsangebote vor Ort infomieren.

Wir laden alle Schüler:innen aus und rund um Köln herzlich zum Fachtag ein. Die Veranstaltung ist inklusive Pommes und Kuchen im Café kostenfrei für junge Menschen.

PM Fachtag Mental Health_4.11.2022

Fachtag: „Was schützt und was hilft?“

Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Datum: Dienstag, 30. August 2022
Uhrzeit: 08:30 Uhr bis 13:15 Uhr
Kosten: 25€

Foto: UBSKM / ©Barbara Dietl

Bergisch-Gladbach, Lügde, Wermelskirchen und Köln – Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind traurige und aktuelle Realität. Das Kinderschutz-Zentrum Köln des Kölner Kinderschutzbundes bietet einen Fachtag an. Dabei geht es sowohl um Prävention als auch um Intervention: „Was schützt Kinder und Jugendliche wirklich und was hilft ihnen?“.

Praxis trifft auf wissenschaftliche Expertise.

Prof. Dr. Wolfgang Beelmann von der Fachhochschule Bielefeld wird über die Arbeit des wissenschaftlichen Teams  berichten, das die Entwicklung und Einführung von Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Landkreis Hameln-Pyrmont begleitet. Aus dem insgesamt breit angelegten inhaltlichen Spektrum der Einzelmaßnahmen werden zentrale Maßnahmen vorgestellt. 

Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums
Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums 2016 (C: Kinderschutzbund Köln)

Nach dem Hauptvortag soll es praktische Workshops mit einem lebendigen Austausch von Fachkräften aus verschiedenen Bereichen geben: Akteur*innen aus Jugendhilfe, Justiz, Schulen, Gesundheitswesen und viele mehr sind eingeladen. Inhaltlich gibt es Workshops zu diesen Themen:

  • Erstellung von Schutzkonzepten in Institutionen, bei Trägern und Organisationen
  • Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten am Beispiel von Sportvereinen
  • Prävention – Erfordernisse und Gelingensbedingungen
  • Was brauchen die Betroffenen und deren Familien?

Es kann sich nicht mehr für den Fachtag angemeldet werden. Alle Plätze sind belegt, die Warteliste ist voll. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier: Programm Fachtag 2022 KSB

Fachkongress 6./7. Juli: Nur Mut! Hilfebeziehungen zwischen Zwang, Handlungsdruck und Achtsamkeit

flyer-fachkongress-2017-vorderseiteKinderschutz ist Beziehungsarbeit! Denn eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Fachkräften und Kindern, Jugendlichen und Eltern ist notwendige Voraussetzung für gelingende Hilfe.

Die Bedürfnisse aller Beteiligten wahrzunehmen, Gefährdungen für das Kind zu erkennen und Lösungen und Perspektiven im Dialog zu finden, diesen Herausforderungen müssen sich Fachkräfte täglich stellen.
Familien heute können sich oft nur wenig distanzieren von öffentlichen Bildern des perfekten Kindes und optimal versorgender Eltern und stehen unter vielfältigen Belastungen.
Gleichzeitig stellt sich für Fachkräfte zunehmend die Frage, wie sie trotz Arbeitsverdichtung, Kosten- und Entscheidungsdruck mit krisenbelasteten Familien in guten Kontakt kommen können.

Fachliche Einführung Renate Blum-Maurice
Fachliche Einführung Renate Blum-Maurice

So geraten Offenheit für Hilfe bzw. eine hilfreiche Haltung von vornherein in Bedrängnis.
Familien brauchen ausreichend Zeit, damit Vertrauen in einem geschützten Rahmen wachsen kann und sie bereit sind, sich auf neue Wege einzulassen. Fachkräfte brauchen außerdem belastbare Arbeits- und Teamstrukturen, um diesen Anforderungen zu begegnen und mit Mut und Offenheit auch mal alternative Lösungswege zu gehen.

Eingangsvortrag Professor Michael Nitsch
Eingangsvortrag Professor Michael Nitsch

Der Kongress widmet sich verschiedensten Aspekten von (gelingender) Beziehungsgestaltung im Hilfeprozess und beleuchtet u. a. folgende Fragestellungen:

  • Was brauchen Fachkräfte, um Familiengeschichten zu verstehen und welche Bedeutung hat dieses Verständnis für die Hilfegestaltung?
  • Welche Haltungen sind in der Beziehungsgestaltung zu Kindern hilfreich?
  • Wie können Beratungen im Zwangskontext produktiv gestaltet werden?
  • Wie verändern digitale Medien die Beziehungsarbeit mit belasteten Familien?
  • Welche Achtsamkeit brauchen Fachkräfte, um diesen Anforderungen zu begegnen?
Vollbesetzes Auditorium bei der Fachtagung
Vollbesetzes Auditorium beim Fachkongress

Der Fachkongress wird von den Kinderschutz-Zentren gemeinsam mit dem Kinderschutz-Zentrum Köln ausgerichtet. Er transportiert den aktuellen Stand der fachlichen Debatte und reflektiert praktische Erfahrungen aus der Jugendhilfe. Die Teilnehmer(innen) haben die Möglichkeit, eigene Sichtweisen, Haltungen und Handlungsmethoden zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Flyer Fachkongress 2017

Anmeldung über das auszudruckende Anmeldeformular im Flyer oder online hier.

Workshop 2 Zaabe

Workshop 6 Blum-Maurice, Hauschild, Zenz

Zusammenfassung Fachkongress 2017

 

Fachtag 2016 : „Hocheskalierte Elternkonflikte als wachsende Herausforderung für Jugendhilfe und Familienrecht“

Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums
Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums

– Verstehen gesellschaftlicher Hintergründe und Folgen für die Praxis.
8. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln am 16.11.2016

 

Hochkonflikthaftigkeit hat Konjunktur. Jugendämter und psychosoziale Dienste, Familiengerichte und -anwälte haben zunehmend mit Eltern in hocheskalierten Streitsituationen nach Trennung und Scheidung zu tun. Die Beratung dieser Eltern ist ein mühsames Geschäft, kommen Fachleute doch rasch an professionelle, aber auch eigene emotionale Grenzen und fühlen sich dem Agieren der Paare ausgeliefert. Gleichzeitig wissen sie auch um die Belastung der Kinder, die aus solchen Konstellationen resultiert und die in vielen Fällen eine Gefahr für die kindliche Entwicklung darstellt.

Oft kommt es dann zu vorschnellen Rückschlüssen und Zuschreibungen an die handelnden Personen: wir Professionellen glauben zu wissen, wie sich ein solches Muster entwickelt hat und immer wieder zwischen den Eltern in Szene setzt. Frage ist, ob solche Beschreibungen nicht zu einer zusätzlichen Zementierung der Situation beitragen.

Beim diesjährigen Fachtag haben wir uns mit der Komplexität des Phänomens „Hochkonflikthaftigkeit“ auseinandergesetzt. Mit Uli Alberstötter konnten wir einen Referenten gewinnen, der sich seit Jahren in Praxis und Theorie mit der Thematik auseinandersetzt. In seinem Vortrag beschäftigte er sich nicht nur mit der Eskalationsdynamik hochstrittiger Elternbeziehungen, sondern er richtete auch den Blick vor allem auf gesellschaftliche Verhältnisse und Entwicklungen, auf Erwartungen und Normen, die alle einen Beitrag leisten zur Befeuerung des individuellen Konflikts.
Alberstötter betrachtete, welche Folgen eine solche Erweiterung des Blicks für unsere professionellen Haltungen und Handwerkszeuge hat.

In den Arbeitsgruppen wurden die im Vortrag angerissenen Fragen, Problemstellungen und Implikationen praxisorientiert diskutiert und vertieft.

Flyer Fachtag 2016

AG 3 Hauschild

AG 4, Blum-Maurice/ Dicke

Tagungsbericht Fachtag 2016

 

Fachtag 2015

Fachtag 2015 „Gemeinsam Kinderschutz gestalten: Bedingungen und Perspektiven für einen gelingenden kommunalen Kinderschutz“

7. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium Fachtag 2015
Podium Fachtag 2015

Im Abschlussplenum des letztjährigen Fachtages zum Thema „Dialog statt Absicherung: ein Plädoyer für beziehungsorientierte Kinderschutzarbeit“ äußerten viele TeilnehmerInnen den Wunsch, beim nächsten Mal Entscheidungsträger aus Verwaltung und Politik mit einzubeziehen, um sich gemeinsam mit den Bedingungen erfolgversprechenden Arbeitens im Kinderschutz zu beschäftigen. Diesem Wunsch möchten wir in diesem Jahr entsprechen: auf verschiedenen Ebenen sollen Fragen eines hilfeorientierten und risikobewussten Kinderschutzes gemeinsam diskutiert werden.
Fachkräfte im Kinderschutz sehen sich einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt. Sie sollen Kinder frühzeitig vor Gefährdungen in Familien und Einrichtungen schützen und Fehleinschätzungen und unpassende Hilfen im Gefährdungsfall vermeiden. Gleichzeitig erfordert die im Kinderschutz immer gegebene Fehleranfälligkeit ein waches Risikobewusstsein und einen achtsamen und zuverlässigen Umgang mit Fehlern und Risikomustern im Einzelfall, in der Kooperation und im kommunalen Hilfesystem insgesamt. Hier sind nicht nur die Fachkräfte, ihre Qualifikation und ihre Leitung gefragt. Vielmehr muss der Zusammenhang zwischen fachlichen Standards und strukturellen Rahmen¬bedingungen gesehen werden.
Prof. Dr. Kay Biesel war beteiligt am Bundesforschungsprojekt „Aus Fehlern lernen, Qualitätsmanagement im Kinderschutz“. Er stellte in seinem Vortrag Überlegungen vor, wie kommunaler Kinderschutz gemeinsam gelingend gestaltet werden kann.
In den Arbeitsgruppen sollten Risiken in der Arbeit und Wege des Umgangs damit auf verschiedenen Ebenen in den Blick genommen werden: in der Fallarbeit, in der Leitung, in Organisation und Struktur der Jugendhilfe.
Beim abschließenden Podium mit VertreterInnen aus Politik und Verwaltung wurde diskutiert, wie Kinderschutz in und für Köln in gemeinsamer Verantwortung gelingend gestaltet werden kann: Welche Bedingungen bedarf es hierfür? Welche neuen Wege sollen in der Zukunft eingeschlagen werden?

Flyer Fachtag 2015

Vortrag Biesel

AG 1 Biesel

AG 3 Völlmecke

Tagungsbericht Fachtag 2015

Podium beim Fachstag 2014

Fachtag 2014 „Dialog statt Absicherung – ein Plädoyer für beziehungsorientierte Kinderschutzarbeit“

6. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium des Fachtags 2014
Podium des Fachtags 2014

In den vergangenen dreißig Jahren hat sich moderner Kinderschutz als gesell-schaftliche Praxis von einer sozialen Bewegung zu einem staatlich regulierten Hilfesystem fortentwickelt. Die Grund-probleme eines Kinderschutzes im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle, Freiwilligkeit und Zwang, Fachlichkeit und Ideologie etc. sind aber nach wie vor virulent.

Dabei erfährt beziehungsorientierter Kinderschutz aktuell wenig Aufmerksamkeit. Die zahlreichen Fälle, in denen erfolgreich, d.h. wohlwollend, dialogisch und partizipativ mit Kindern, Eltern und Familien gearbeitet wird, finden in der öffentlichen Debatte kaum Platz. Diskutiert werden die Fälle, in denen vermeintlich oder tatsächlich der Schutz des Kindes misslungen ist. Gefordert wird ein Mehr an Kontrolle und schnelleres Eingreifen.

Dem gegenüber steht die fachliche Erfahrung, dass eine wesentliche Voraussetzung für einen auf Veränderung und Nachhaltigkeit angelegten Kinderschutz eine offene und interessierte Haltung gerade auch für diejenigen ist, die ihre Kinder nicht angemessen versorgen, sie misshandeln oder ausbeuten. Die schwierige Aufgabe besteht darin, das Kindeswohl im Blick zu haben und zugleich mit diesen Eltern in Kontakt zu kommen: sie brauchen Verstehen (was nicht gleich bedeutend ist mit Einverständnis), Ermutigung und auseinander-setzungsbereite Unterstützung, um angemessen für ihre Kinder da zu sein oder um sie anderen anvertrauen zu können.

In seinem Vortrag zeigt der Mitbegründer und ehemalige Leiter des Kinderschutz-Zentrums, Tom Levold, auf, dass Kinder-schutz als Lösungsversuch sozialer Probleme selbst ein erhebliches Problempotential aufweist .Hier ist eine beständige Reflexion und Überprüfung erforderlich, wenn man den fachlichen Grundsätzen beziehungsorientierter Kinderschutzarbeit entsprechen will.
In drei Arbeitsgruppen wurden die hier angerissenen Fragen und Problemstellungen praxisorientiert diskutiert und vertieft.

Flyer Fachtag 2014
Vortrag Tom Levold
Workshop 2.1 Pfitzner
Workshop 2.2 Pfitzner/Haushild
Workshop 3 Bächer
Tagungsbericht

Podium des Fachtags 2013

Fachtag 2013 „Und wer spricht mit mir? – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe“

5. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium des Fachtags 2013
Podium des Fachtags 2013

Das Bundeskinderschutzgesetz stärkt die Beratungs-und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen und fordert die Erarbeitung von Partizi-pations- und Beschwerdeverfahren in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Worauf kommt es an, damit Kinder dies in Anspruch nehmen können? Wie kann man mit Kindern reden? Was braucht es an Haltung und Konzepten in Institutionen, damit Kinder sich wirklich ernst genommen fühlen, ermutigt sind, sich zu beteiligen und offen sein können auch für die Thematisierung schwieriger Fragen und Probleme? Institutionen sind gehalten, Standards zu definieren und Vorgehensweisen zu erarbeiten, die Kinderfreundlichkeit realisieren und gewährleisten. Konkret geht es:

  • um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen, im Hilfeplanverfahren sowie bei der Durchführung von Hilfemaßnahmen,
  • um Beschwerdeverfahren und -management,
  • aber auch um den Schutz vor sexuellen, psychischen und körperlichen Übergriffen.

Im Rahmen seines 5. Fachtages macht das Kinderschutz-Zentrum Köln diese neue Aufgabe für alle Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe zum Thema, insbesondere im Hinblick auf die direkte Kommunikation und den direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.
Heinz Kindler, Fachpsychologe für Rechtspsychologie und langjähriger Mitarbeiter im Deutschen Jugendinstitut(DJI) München, ging in seinem Vortrag auf vier Arten von Gesprächen mit Kindern ein:

  • Informatorische Gespräche zu konkreten Erfahrungen,
  • Informatorische Gespräche zu Beziehungen und dem Willen,
  • Gespräche, die der Information von Kindern dienen,
  • Beratungsgespräche.

Die aufgeworfenen Fragen und Themen wurden dann im Rahmen von vier Arbeitsgruppen mit Ihnen diskutiert und für Ihre jeweilige Arbeitsrealität geprüft.

Flyer Fachtag 2013
Vortrag Kindler Fachtag 2013
Workshop 4 Blum-Maurice/Herrmann
Tagungsbericht Fachtag 2013

Plenum des Fachtags 2012

Fachtag 2012 „Das Bundeskinderschutzgesetz – Neue Aufgaben und Herausforderungen für die Praxis öffentlicher und freier Jugendhilfe in Köln“

4. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Plenum des Fachtags 2012
Plenum des Fachtags 2012

Das Anfang dieses Jahres 2012 in Kraft getretene Bundeskinder-schutzgesetz hat zum Ziel, den Kinderschutz in Deutschland weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Rahmen seines 4. Fachtages beleuchtet und problematisiert das Kinder-schutz-Zentrum Köln die Vielzahl und die Unterschiedlichkeit der neuen Aufgaben für alle Träger der öffentlichen und der freien Jugendhilfe, wie sie in diesem Gesetz formuliert und gefordert werden.

Das Gesetz versucht, eine Balance zwischen präventiven Angeboten, insbesondere im Bereich der Frühen Hilfen, und einem verbesserten Kinderschutz durch eine Präzisierung des Schutzauftrags und die Einbeziehung weiterer Akteure in den Kinderschutz herzustellen. Allerdings droht die konstitutive Gleichzeitigkeit von Kontrolle, Begleitung und Hilfe das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Familien und Hilfesystem grundsätzlich zu verunsichern.

Kritisch festgestellt werden muss außerdem, dass das Gesetz die chronisch überlastete Jugendhilfe in hohem Maße zusätzlich mit neuen Aufgaben der Beratung, der Gestaltung und der Moderation von Hilfeprozessen, des Abschlusses vielfältiger Verträge, der Entwicklung von Qualitätsprozessen und der Bereitstellung von unterstützenden Ressourcen für Bereiche außerhalb der Jugendhilfe belastet. Ein Erfolg des Gesetzes ohne eine angemessene, d.h. verbesserte Ausstattung der Jugendhilfe, erscheint daher höchst zweifelhaft.

Georg Kohaupt, langjähriger Mitarbeiter im Berliner Kinderschutz-Zentrum und Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, stellte in seinem Vortrag die Risiken eines auf Kontrolle und Überprüfung verengten Zugangs zu Familien und die Erfordernisse eines auf Dialog bedachten Kontakts zur Diskussion.
Die aufgeworfenen Fragen wurden dann im Rahmen von vier Arbeitsgruppen mit Ihnen diskutiert und für Ihre jeweilige Arbeitsrealität geprüft.

Flyer des Fachtags 2012

Vortrag von Georg Kohaupt
Workshop 2 Völlmecke
Workshop 3 Heinitz
Workshop 4 Zenz/Pfitzner
Tagungsbericht