Archiv der Kategorie: Fachkräfte

Fachkongress 6./7. Juli: Nur Mut! Hilfebeziehungen zwischen Zwang, Handlungsdruck und Achtsamkeit

flyer-fachkongress-2017-vorderseiteKinderschutz ist Beziehungsarbeit! Denn eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Fachkräften und Kindern, Jugendlichen und Eltern ist notwendige Voraussetzung für gelingende Hilfe.

Die Bedürfnisse aller Beteiligten wahrzunehmen, Gefährdungen für das Kind zu erkennen und Lösungen und Perspektiven im Dialog zu finden, diesen Herausforderungen müssen sich Fachkräfte täglich stellen.
Familien heute können sich oft nur wenig distanzieren von öffentlichen Bildern des perfekten Kindes und optimal versorgender Eltern und stehen unter vielfältigen Belastungen.
Gleichzeitig stellt sich für Fachkräfte zunehmend die Frage, wie sie trotz Arbeitsverdichtung, Kosten- und Entscheidungsdruck mit krisenbelasteten Familien in guten Kontakt kommen können.

Fachliche Einführung Renate Blum-Maurice
Fachliche Einführung Renate Blum-Maurice

So geraten Offenheit für Hilfe bzw. eine hilfreiche Haltung von vornherein in Bedrängnis.
Familien brauchen ausreichend Zeit, damit Vertrauen in einem geschützten Rahmen wachsen kann und sie bereit sind, sich auf neue Wege einzulassen. Fachkräfte brauchen außerdem belastbare Arbeits- und Teamstrukturen, um diesen Anforderungen zu begegnen und mit Mut und Offenheit auch mal alternative Lösungswege zu gehen.

Eingangsvortrag Professor Michael Nitsch
Eingangsvortrag Professor Michael Nitsch

Der Kongress widmet sich verschiedensten Aspekten von (gelingender) Beziehungsgestaltung im Hilfeprozess und beleuchtet u. a. folgende Fragestellungen:

  • Was brauchen Fachkräfte, um Familiengeschichten zu verstehen und welche Bedeutung hat dieses Verständnis für die Hilfegestaltung?
  • Welche Haltungen sind in der Beziehungsgestaltung zu Kindern hilfreich?
  • Wie können Beratungen im Zwangskontext produktiv gestaltet werden?
  • Wie verändern digitale Medien die Beziehungsarbeit mit belasteten Familien?
  • Welche Achtsamkeit brauchen Fachkräfte, um diesen Anforderungen zu begegnen?
Vollbesetzes Auditorium bei der Fachtagung
Vollbesetzes Auditorium beim Fachkongress

Der Fachkongress wird von den Kinderschutz-Zentren gemeinsam mit dem Kinderschutz-Zentrum Köln ausgerichtet. Er transportiert den aktuellen Stand der fachlichen Debatte und reflektiert praktische Erfahrungen aus der Jugendhilfe. Die Teilnehmer(innen) haben die Möglichkeit, eigene Sichtweisen, Haltungen und Handlungsmethoden zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Flyer Fachkongress 2017

Anmeldung über das auszudruckende Anmeldeformular im Flyer oder online hier.

Workshop 2 Zaabe

Workshop 6 Blum-Maurice, Hauschild, Zenz

Zusammenfassung Fachkongress 2017

 

Fachtag 2016 : „Hocheskalierte Elternkonflikte als wachsende Herausforderung für Jugendhilfe und Familienrecht“

Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums
Fachtag im Saal des Kinderschutz-Zentrums

– Verstehen gesellschaftlicher Hintergründe und Folgen für die Praxis.
8. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln am 16.11.2016

 

Hochkonflikthaftigkeit hat Konjunktur. Jugendämter und psychosoziale Dienste, Familiengerichte und -anwälte haben zunehmend mit Eltern in hocheskalierten Streitsituationen nach Trennung und Scheidung zu tun. Die Beratung dieser Eltern ist ein mühsames Geschäft, kommen Fachleute doch rasch an professionelle, aber auch eigene emotionale Grenzen und fühlen sich dem Agieren der Paare ausgeliefert. Gleichzeitig wissen sie auch um die Belastung der Kinder, die aus solchen Konstellationen resultiert und die in vielen Fällen eine Gefahr für die kindliche Entwicklung darstellt.

Oft kommt es dann zu vorschnellen Rückschlüssen und Zuschreibungen an die handelnden Personen: wir Professionellen glauben zu wissen, wie sich ein solches Muster entwickelt hat und immer wieder zwischen den Eltern in Szene setzt. Frage ist, ob solche Beschreibungen nicht zu einer zusätzlichen Zementierung der Situation beitragen.

Beim diesjährigen Fachtag haben wir uns mit der Komplexität des Phänomens „Hochkonflikthaftigkeit“ auseinandergesetzt. Mit Uli Alberstötter konnten wir einen Referenten gewinnen, der sich seit Jahren in Praxis und Theorie mit der Thematik auseinandersetzt. In seinem Vortrag beschäftigte er sich nicht nur mit der Eskalationsdynamik hochstrittiger Elternbeziehungen, sondern er richtete auch den Blick vor allem auf gesellschaftliche Verhältnisse und Entwicklungen, auf Erwartungen und Normen, die alle einen Beitrag leisten zur Befeuerung des individuellen Konflikts.
Alberstötter betrachtete, welche Folgen eine solche Erweiterung des Blicks für unsere professionellen Haltungen und Handwerkszeuge hat.

In den Arbeitsgruppen wurden die im Vortrag angerissenen Fragen, Problemstellungen und Implikationen praxisorientiert diskutiert und vertieft.

Flyer Fachtag 2016

AG 3 Hauschild

AG 4, Blum-Maurice/ Dicke

Tagungsbericht Fachtag 2016

 

Fachtag 2015

Fachtag 2015 „Gemeinsam Kinderschutz gestalten: Bedingungen und Perspektiven für einen gelingenden kommunalen Kinderschutz“

7. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium Fachtag 2015
Podium Fachtag 2015

Im Abschlussplenum des letztjährigen Fachtages zum Thema „Dialog statt Absicherung: ein Plädoyer für beziehungsorientierte Kinderschutzarbeit“ äußerten viele TeilnehmerInnen den Wunsch, beim nächsten Mal Entscheidungsträger aus Verwaltung und Politik mit einzubeziehen, um sich gemeinsam mit den Bedingungen erfolgversprechenden Arbeitens im Kinderschutz zu beschäftigen. Diesem Wunsch möchten wir in diesem Jahr entsprechen: auf verschiedenen Ebenen sollen Fragen eines hilfeorientierten und risikobewussten Kinderschutzes gemeinsam diskutiert werden.
Fachkräfte im Kinderschutz sehen sich einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt. Sie sollen Kinder frühzeitig vor Gefährdungen in Familien und Einrichtungen schützen und Fehleinschätzungen und unpassende Hilfen im Gefährdungsfall vermeiden. Gleichzeitig erfordert die im Kinderschutz immer gegebene Fehleranfälligkeit ein waches Risikobewusstsein und einen achtsamen und zuverlässigen Umgang mit Fehlern und Risikomustern im Einzelfall, in der Kooperation und im kommunalen Hilfesystem insgesamt. Hier sind nicht nur die Fachkräfte, ihre Qualifikation und ihre Leitung gefragt. Vielmehr muss der Zusammenhang zwischen fachlichen Standards und strukturellen Rahmen¬bedingungen gesehen werden.
Prof. Dr. Kay Biesel war beteiligt am Bundesforschungsprojekt „Aus Fehlern lernen, Qualitätsmanagement im Kinderschutz“. Er stellte in seinem Vortrag Überlegungen vor, wie kommunaler Kinderschutz gemeinsam gelingend gestaltet werden kann.
In den Arbeitsgruppen sollten Risiken in der Arbeit und Wege des Umgangs damit auf verschiedenen Ebenen in den Blick genommen werden: in der Fallarbeit, in der Leitung, in Organisation und Struktur der Jugendhilfe.
Beim abschließenden Podium mit VertreterInnen aus Politik und Verwaltung wurde diskutiert, wie Kinderschutz in und für Köln in gemeinsamer Verantwortung gelingend gestaltet werden kann: Welche Bedingungen bedarf es hierfür? Welche neuen Wege sollen in der Zukunft eingeschlagen werden?

Flyer Fachtag 2015

Vortrag Biesel

AG 1 Biesel

AG 3 Völlmecke

Tagungsbericht Fachtag 2015

Podium beim Fachstag 2014

Fachtag 2014 „Dialog statt Absicherung – ein Plädoyer für beziehungsorientierte Kinderschutzarbeit“

6. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium des Fachtags 2014
Podium des Fachtags 2014

In den vergangenen dreißig Jahren hat sich moderner Kinderschutz als gesell-schaftliche Praxis von einer sozialen Bewegung zu einem staatlich regulierten Hilfesystem fortentwickelt. Die Grund-probleme eines Kinderschutzes im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle, Freiwilligkeit und Zwang, Fachlichkeit und Ideologie etc. sind aber nach wie vor virulent.

Dabei erfährt beziehungsorientierter Kinderschutz aktuell wenig Aufmerksamkeit. Die zahlreichen Fälle, in denen erfolgreich, d.h. wohlwollend, dialogisch und partizipativ mit Kindern, Eltern und Familien gearbeitet wird, finden in der öffentlichen Debatte kaum Platz. Diskutiert werden die Fälle, in denen vermeintlich oder tatsächlich der Schutz des Kindes misslungen ist. Gefordert wird ein Mehr an Kontrolle und schnelleres Eingreifen.

Dem gegenüber steht die fachliche Erfahrung, dass eine wesentliche Voraussetzung für einen auf Veränderung und Nachhaltigkeit angelegten Kinderschutz eine offene und interessierte Haltung gerade auch für diejenigen ist, die ihre Kinder nicht angemessen versorgen, sie misshandeln oder ausbeuten. Die schwierige Aufgabe besteht darin, das Kindeswohl im Blick zu haben und zugleich mit diesen Eltern in Kontakt zu kommen: sie brauchen Verstehen (was nicht gleich bedeutend ist mit Einverständnis), Ermutigung und auseinander-setzungsbereite Unterstützung, um angemessen für ihre Kinder da zu sein oder um sie anderen anvertrauen zu können.

In seinem Vortrag zeigt der Mitbegründer und ehemalige Leiter des Kinderschutz-Zentrums, Tom Levold, auf, dass Kinder-schutz als Lösungsversuch sozialer Probleme selbst ein erhebliches Problempotential aufweist .Hier ist eine beständige Reflexion und Überprüfung erforderlich, wenn man den fachlichen Grundsätzen beziehungsorientierter Kinderschutzarbeit entsprechen will.
In drei Arbeitsgruppen wurden die hier angerissenen Fragen und Problemstellungen praxisorientiert diskutiert und vertieft.

Flyer Fachtag 2014
Vortrag Tom Levold
Workshop 2.1 Pfitzner
Workshop 2.2 Pfitzner/Haushild
Workshop 3 Bächer
Tagungsbericht

Podium des Fachtags 2013

Fachtag 2013 „Und wer spricht mit mir? – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe“

5. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium des Fachtags 2013
Podium des Fachtags 2013

Das Bundeskinderschutzgesetz stärkt die Beratungs-und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen und fordert die Erarbeitung von Partizi-pations- und Beschwerdeverfahren in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Worauf kommt es an, damit Kinder dies in Anspruch nehmen können? Wie kann man mit Kindern reden? Was braucht es an Haltung und Konzepten in Institutionen, damit Kinder sich wirklich ernst genommen fühlen, ermutigt sind, sich zu beteiligen und offen sein können auch für die Thematisierung schwieriger Fragen und Probleme? Institutionen sind gehalten, Standards zu definieren und Vorgehensweisen zu erarbeiten, die Kinderfreundlichkeit realisieren und gewährleisten. Konkret geht es:

  • um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen, im Hilfeplanverfahren sowie bei der Durchführung von Hilfemaßnahmen,
  • um Beschwerdeverfahren und -management,
  • aber auch um den Schutz vor sexuellen, psychischen und körperlichen Übergriffen.

Im Rahmen seines 5. Fachtages macht das Kinderschutz-Zentrum Köln diese neue Aufgabe für alle Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe zum Thema, insbesondere im Hinblick auf die direkte Kommunikation und den direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.
Heinz Kindler, Fachpsychologe für Rechtspsychologie und langjähriger Mitarbeiter im Deutschen Jugendinstitut(DJI) München, ging in seinem Vortrag auf vier Arten von Gesprächen mit Kindern ein:

  • Informatorische Gespräche zu konkreten Erfahrungen,
  • Informatorische Gespräche zu Beziehungen und dem Willen,
  • Gespräche, die der Information von Kindern dienen,
  • Beratungsgespräche.

Die aufgeworfenen Fragen und Themen wurden dann im Rahmen von vier Arbeitsgruppen mit Ihnen diskutiert und für Ihre jeweilige Arbeitsrealität geprüft.

Flyer Fachtag 2013
Vortrag Kindler Fachtag 2013
Workshop 4 Blum-Maurice/Herrmann
Tagungsbericht Fachtag 2013

Plenum des Fachtags 2012

Fachtag 2012 „Das Bundeskinderschutzgesetz – Neue Aufgaben und Herausforderungen für die Praxis öffentlicher und freier Jugendhilfe in Köln“

4. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Plenum des Fachtags 2012
Plenum des Fachtags 2012

Das Anfang dieses Jahres 2012 in Kraft getretene Bundeskinder-schutzgesetz hat zum Ziel, den Kinderschutz in Deutschland weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Rahmen seines 4. Fachtages beleuchtet und problematisiert das Kinder-schutz-Zentrum Köln die Vielzahl und die Unterschiedlichkeit der neuen Aufgaben für alle Träger der öffentlichen und der freien Jugendhilfe, wie sie in diesem Gesetz formuliert und gefordert werden.

Das Gesetz versucht, eine Balance zwischen präventiven Angeboten, insbesondere im Bereich der Frühen Hilfen, und einem verbesserten Kinderschutz durch eine Präzisierung des Schutzauftrags und die Einbeziehung weiterer Akteure in den Kinderschutz herzustellen. Allerdings droht die konstitutive Gleichzeitigkeit von Kontrolle, Begleitung und Hilfe das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Familien und Hilfesystem grundsätzlich zu verunsichern.

Kritisch festgestellt werden muss außerdem, dass das Gesetz die chronisch überlastete Jugendhilfe in hohem Maße zusätzlich mit neuen Aufgaben der Beratung, der Gestaltung und der Moderation von Hilfeprozessen, des Abschlusses vielfältiger Verträge, der Entwicklung von Qualitätsprozessen und der Bereitstellung von unterstützenden Ressourcen für Bereiche außerhalb der Jugendhilfe belastet. Ein Erfolg des Gesetzes ohne eine angemessene, d.h. verbesserte Ausstattung der Jugendhilfe, erscheint daher höchst zweifelhaft.

Georg Kohaupt, langjähriger Mitarbeiter im Berliner Kinderschutz-Zentrum und Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, stellte in seinem Vortrag die Risiken eines auf Kontrolle und Überprüfung verengten Zugangs zu Familien und die Erfordernisse eines auf Dialog bedachten Kontakts zur Diskussion.
Die aufgeworfenen Fragen wurden dann im Rahmen von vier Arbeitsgruppen mit Ihnen diskutiert und für Ihre jeweilige Arbeitsrealität geprüft.

Flyer des Fachtags 2012

Vortrag von Georg Kohaupt
Workshop 2 Völlmecke
Workshop 3 Heinitz
Workshop 4 Zenz/Pfitzner
Tagungsbericht

Podium des Fachtags 2011

Fachtag 2011 „Zusammenarbeit im Kinderschutz – Anforderungen an die Kooperation fallbeteiligter Institu-tionen bei Kindeswohlgefährdung in Köln“

3. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium des Fachtags 2011
Podium des Fachtags 2011

Das Kinderschutz-Zentrum Köln beleuchtet im Rahmen seines 3. Fachtages das Thema „Kooperation der Institutionen bei Kindeswohlgefährdung“. Damit ist eine Herausforderung formuliert, die im Einzelfall schnell zum Qualitätsrisiko für eine effektive Hilfe und für den Schutz des Kindes werden kann.
Gerade in Fällen von Kindeswohlgefährdung ist Helfen im Alleingang und als einseitige Aktion zum Scheitern verurteilt. Zusammenarbeit ist im Kinderschutz nicht nur aus Gründen der gewachsenen System-komplexität notwendiger denn je, sondern aus rechtlichen, politischen und methodischen Gründen für eine professionelle Hilfe- und Schutzleistung der öffentlichen wie freien Kinder- und Jugendhilfe unerlässlich.

Denn effektive Hilfe kann nur im Zusammenwirken der Institutionen und mit Beteiligung der betroffenen Familien erbracht werden. Gleichzeitig jedoch schreitet die Arbeitsteilung voran, neue Spezialdienste entstehen. Die Kehrseite der zunehmenden Vielfalt als Chance ist die Unübersichtlichkeit des gesamten Kinderschutzsystems als Risiko.

Prof. Dr. Reinhart Wolff stellte in seinem Vortrag die Ergebnisse neuerer Kinderschutzforschung vor, insbesondere die des Bundesmodellprojekts „Aus Fehlern lernen. Qualitätsmanagement im Kinderschutz“. Schwierigkeit, Notwendigkeit und Chance von Kooperation in Fällen von Kindeswohlgefährdung werden mit praxisnahem Bezug ausgelotet.
Seine Erkenntnisse, verbunden mit aktuellen Überlegungen für eine sinnvolle und notwendige Zusammenarbeit von Institutionen der öffentlichen Jugendhilfe der frühen Hilfen und der Familienberatung wurden dann im Rahmen von vier Arbeitsgruppen mit den TeilnehmerInnen diskutiert und für Ihre jeweilige Arbeitsrealität geprüft.

Flyer Fachtag 2011
Vortrag Dr. Reinhart Wolff
Untersuchung der BAG Kinderschutz-Zentrenuntersuchung
Pressemitteilung Fachtag 2011

Podium des Fachtags 2010

Fachtag 2010 „Hilfen bei sexueller Kindesmisshandlung – systemisches Verstehen als eine Voraussetzung für kindzentriertes Handeln“

2. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums Köln

Podium Fachtag 2010
Podium Fachtag 2010

Das Kinderschutz-Zentrum Köln greift mit dieser Fachtagung ein zur Zeit wieder aktuelles Thema auf, das in der öffentlichen Diskussion, aber auch in der fachlichen Auseinandersetzung zu kontroversen und hoch emotionalisierten Positionen führt. Denn in der Arbeit mit sexuell misshandelten Kindern und ihren Bezugspersonen spielen Empörung, Unklarheit, Sorge um das Kind, Abwehr, Vieldeutigkeit, Unsicherheit und Angst vor fachlichen Fehlern eine große Rolle.

Kindzentrierte Hilfen bei sexueller Kindesmisshandlung erfordern eine fundierte Fachlichkeit sowie eine reflektierte und besonnene Haltung. Wesentlich hierzu sind Kenntnisse über die normale psychosexuelle Entwicklung von Kindern sowie über bindungstheoretische und psychotraumatologische Zusammenhänge.

Um die Situation des sexuell misshandelten Kindes oder des Kindes, bei dem ein Verdacht auf sexuelle Kindesmisshandlung besteht, einschätzen und um diesem Kind angemessen helfen zu können, ist neben der kindzentrierten Diagnostik ein systemisches Verständnis wichtig, welches kontextuelle und familiendynamische Hintergründe mit beleuchtet, ohne den Blick ausschließlich auf den Verdacht bzw. das sexuelle Misshandlungsgeschehen zu fokussieren.

Mit dieser Fachtagung und verschiedenen thematischen Beiträgen wollten wir dazu einladen, alte Positionen zu überprüfen und Diskussionsprozesse neu zu beleben. Sowohl im Vortrag als auch in den Workshops wurden Themen und Fragestellungen präsentiert, die eine fachliche Diskussion anstoßen sollten. Dabei ging es um Fragen wie:

  • Wie sollte man vorgehen bei der Einschätzung und Klärung erster Hinweise und Verdachtsmomente?
  • Welche Möglichkeiten und Grenzen hat die familien und lösungsorientierte Beratung bei sexueller Kindesmisshandlung?
  • Wie kann eine therapeutische Behandlung betroffener Kinder aussehen und wie kann sie durchgeführt werden?

Flyer Fachtag 2010
Vortrag Winfried Zenz
Workshop 1 Dülks
Workshop 2 Blum/Pfitzner
Workshop 3 Topp
Pressemitteilung Fachtag 2010

Podium des Fachtags 2009

Fachtag 2009 „Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern und ihre Familien – Erfahrungen, Konzepte und Perspektiven“

1. Fachtag des Kinderschutz-Zentrums

Podium des Fachtags 2009
Podium des Fachtags 2009

Das Kinderschutz-Zentrum Köln will mit dieser Fachtagung ein Thema aufgreifen, das sowohl für die Jugendhilfe als auch für das Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist. Kinder psychisch kranker Eltern sind immer mit betroffen von der Krankheit ihrer Eltern. Sie sind belastet und überfordert, was sich als Handicap auf ihre gesamte psychische und körperliche Entwicklung und Gesundheit auswirken kann, im Extrem bis hin zur Gefährdung des Kindeswohls.
Denn Familien mit einem psychisch kranken Elternteil sind nicht selten Multiproblemfamilien. Die psychische Krankheit ist oftmals Folge komplexer und miteinander verschränkter Problemlagen und gleichzeitig ein chronischer Belastungsfaktor, der zum Fortbestehen der psychosozialen Notlage der Familie erheblich beiträgt.
In den Blick kommen die Kinder (erst) dann, wenn sie ihre Lebenssituation und Entwicklungsrisiken durch deutliche Belastungszeichen, etwa Entwicklungsrückstände, emotionale Auffälligkeiten oder ein problematisches Sozialverhalten sichtbar werden lassen. Im Rahmen eines breiten Netzwerks wird auch in Köln darüber nachgedacht, wie betroffenen Kindern (und ihren Eltern) möglichst frühzeitig und angemessen geholfen werden kann.

Vorgestellt wurden therapeutische Angebote für diese Kinder bzw. Jugendliche, so wie sie in den letzten Jahren von verschiedenen Institutionen/ Beratungsstellen auch in Köln modellhaft entwickelt wurden, und ihre Einbindung in einen übergreifenden Behandlungsrahmen.
Hilfen für betroffene Kinder und ihre Familien erfordern psychotherapeutische, pädagogische, medizinische und sozialarbeiterische Kompetenzen. Notwendig waren daher auch interdisziplinäre Kooperation und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit. So wurde diese Tagung gemeinsam mit dem Projekt KIMM der Erziehungsberatungsstelle Porz geplant und vorbereitet.

Programm Fachtag Kinder psychisch-kranker Eltern

2009 Pressemitteilung Fachtag