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  • Fotoreihe Kinderschutz-Zentrum 2

 

Begleiteter Umgang

Hilfe bei Trennung und Scheidung

Kinder haben auch nach einer Trennung oder Scheidung das Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Finden Eltern keine einvernehmliche Regelung, wie dieser Umgang gestaltet werden soll, dann bietet der Begleitete Umgang (BU) die Möglichkeit, dem Kind den Kontakt zu beiden Eltern zu erhalten oder wieder herzustellen.

Begleiteter Umgang
Begleiteter Umgang

Der BU dient der Anbahnung, Wiederherstellung und Förderung der Beziehung eines Kindes zu jenem Elternteil, mit dem es nicht zusammenlebt. Dabei trifft das Kind diesen Elternteil in geschütztem Rahmen in Begleitung einer qualifizierten neutralen Person. Parallel zu den begleiteten Umgangskontakten findet eine Beratung statt, um die Eltern dahingehend zu unterstützen, nach und nach die Umgangsregelung selbst zu gestalten.

Der BU wird gerichtlich geregelt bei hochstrittigen Trennungs- und/oder Scheidungssituationen, fehlendem Kontakt oder langer Kontaktunterbrechung zu einem oder beiden Elternteilen, unzureichender Erziehungskompetenz, Gefahr von Vernachlässigung, körperlicher oder sexueller Misshandlung oder bei Gefahr der Kindesentführung.

Das Kinderschutz-Zentrum hat BU von 2002 bis 2015 ausschließlich im Rahmen des Projekts der Kölner Familienberatungsstellen angeboten, in dem diese alle vom Familiengericht Köln vereinbarten oder angeordneten „Begleiteten Umgänge“ übernahmen.

Der „Begleitete Umgang“ im Kinderschutz-Zentrum fand in enger Kooperation zwischen professioneller und qualifizierter ehrenamtlicher Tätigkeit statt: Die Eltern-Kind-Kontakte wurden in den Räumen der Beratungsstelle von geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen begleitet, die Beratung der Eltern wurde durch hauptamtliche BeraterInnen durchgeführt.

Die Dokumentation des Kölner Projekts zum begleiteten Umgang finden Sie hier.

Begleiteten Umgang eingestellt

Nachdem auf Wunsch des Kölner Familiengerichts das Modell „Begleiter Umgang“ zum 31.12.2015 beendet wurde, bietet der Kinderschutzbund Köln auch keinen „Begleiteten Umgang“ mehr an.

Wie in einer neuen Vereinbarung von Jugendamt und Familiengericht vorgesehen, steht der Kinderschutzbund nur noch für Fälle von gerichtlich „Angeordneter Beratung“ zur Verfügung, auch im Zusammenwirken mit dem „Begleiteten Umgang“ des Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF).

 

 

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