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Hilfen für Flüchtlinge

Einladung zujm Ankommen - Gruppenangebot für Flüchtlingsfamilien
Einladung zujm Ankommen – Gruppenangebot für Flüchtlingsfamilien

Als Facheinrichtung, die sowohl präventiv als auch im Krisenfall Familien unterstützt, Kinder gewaltfrei und ihren Bedürfnissen entsprechend zu erziehen, und als Träger der Jugendhilfe, der sich auch politisch und fachpolitisch für förderliche und sichere Bedingungen für Kinder und für Familien einsetzt, ist es für den Kinderschutzbund/ das Kinderschutz-Zentrum Köln selbstverständlich, sich auch zu engagieren für Familien und Kinder, die in der Folge von Krieg und Flucht neu nach Köln gekommen sind.

Für entsprechende Hilfen haben wir von verschiedenen Seiten Spenden- und Unterstützungsangebote erhalten. Seit 2015 haben wir uns deshalb intensiv mit der Frage beschäftigt, in welcher Weise das Kinderschutz-Zentrum in seinem Aufgabenspektrum zur Unterstützung von betroffenen Familien und Kindern beitragen kann.

Flüchtlingsarbeit und Flüchtlingshilfe gehören nicht zu den spezifischen Aufgaben und Kompetenzen im Kinderschutz-Zentrum. Es gibt aber viel Erfahrung und Wertschätzung in der Arbeit mit Menschen, die aus verschiedenen Gründen selbst hierher zugewandert sind, d.h. die den schwierigen Schritt auf sich genommen haben, sich zu verabschieden von ihrer Heimat und einen neuen Lebensort zu finden in einer oft sehr fremden und auch ausgrenzenden Kultur.
Etwa 90% der Nutzer in den Gruppenangeboten der Stadtteilarbeit, 70 – 90 % der Familien in den Hilfen in der frühen Kindheit und um 40% der Klienten in der Familienberatung haben eine Zuwanderungsgeschichte. Menschen aus mehr als 40 Ländern nutzen die Angebote des Kinderschutz-Zentrums..

Im Laufe des Jahres 2015 haben wir mit dem Vorstand und dem Team folgende grundsätzliche Haltung zum Thema Hilfen und Angebote des Kinderschutzbundes Köln für Flüchtlinge entwickelt:

  • Der Fokus der Arbeit des Kinderschutz-Zentrums liegt auf Hilfen für alle Kinder, Jugendlichen und Familien in Köln, die Unterstützung brauchen in schwierigen Familiensituationen und bei Gewalt in der Familie.
  • Grundsätzlich steht das Kinderschutz-Zentrum mit allen seinen Angeboten auch für geflüchtete Kinder und Eltern zur Verfügung, wenn diese ihrem Hilfebedarf entsprechen. Auf gegebene Sprachprobleme haben wir uns organisatorisch vorbereitet.
  • Das Kinderschutz-Zentrum beteiligt sich verbindlich an Netzwerken mit Flüchtlings-einrichtungen, Behörden und Initiativen, die sich in Bayenthal und in Kalk gebildet haben, um notwendige Hilfen miteinander abzustimmen, und arbeitet mit einigen Einrichtungen eng zusammen.
  • In besonderer Weise ist es uns ein Anliegen, Kinder, Jugendliche und Eltern in Flüchtlingseinrichtungen oder später in fester Unterkunft in verschiedene bestehende Gruppenangebote einzuladen. Wir gehen davon aus, dass vor allem die TeilnehmerInnen mit Migrationshintergrund eine besondere Ressource für neu Angekommene darstellen können. In neuen Projekten sollen Erfahrungen gesammelt werden, unter welchen Bedingungen eine solche Integration in den Gruppen möglich und hilfreich ist.
  • Flüchtlingsunterkunft Koblenzer Straße gegenüber dem Kinderschutz-Zentrum
    Flüchtlingsunterkunft Koblenzer Straße gegenüber dem Kinderschutz-Zentrum

    Einige Angebote werden neu entwickelt, entweder um sie spezifisch für Familien in Flüchtlingseinrichtungen in der Nähe zur Verfügung zu stellen, oder um hier das Angebotsprofil des Kinderschutz-Zentrums insgesamt zu erweitern.

 
Angebote des Kinderschutzbundes Köln für Kinder, Jugendliche und Eltern in Flüchtlingsfamilien

  1. „Einladung zum Ankommen“ – ein Gruppenangebot für Eltern und Kinder aus Flüchtlingsfamilien vor dem Übergang in Kita und Schule im Stadtteiltreff Bayenthal (seit August 2015) in Kooperation mit dem Träger der Einrichtung Deutsches Rotes Kreuz
    Es findet mittwochs von 14-16 Uhr statt; aktuell genutzt von Familien aus dem Flüchtlingswohnheim Koblenzer Straße.
    Das Angebot wird gefördert duch das Land NRW, Projekt „Brückenangebote“

  2. Projekt: Gemeinsam werden wir stark!
    Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte in den Stadtteiltreffs Kalk und Bayenthal
    (9 Gruppen, 7 Einzelangebote) (seit Januar 2016):
    Kindergruppe in Bayenthal

    1. Mädchengruppe in Kalk
    2. Jungengruppe in Kalk
    3. Jugendgruppe in Bayenthal
    4. Kochgruppen für Kinder mit allen Sinnen in Kalk und in Bayenthal
    5. Sportgruppe für Grundschulkinder (in Kalk)
    6. Theatergruppe in Kalk
    7. Musikgruppe in Kalk
    8. 4 Wochenendexkursionen
    9. Sommerfest
    10. Weihnachtsfeiern

Hier sollen geflüchtete Kinder und Jugendliche in bestehende Gruppenangebote integriert werden. Der traditionell hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird als besondere Ressource betrachtet.
Seit März 2016 machen Mitarbeiterinnen der Stadtteilarbeit gemeinsam mit JuZe und dem IB vor Ort in der Turnhalle Westerwaldstraße in Humboldt-Gremberg ein Spielangebot für die dort untergebrachten Flüchtlingsfamilien.
Das Angebot wird gefördert duch die HIT-Stiftung.

  • Projekt: „Gemeinsam erziehen – Elternkompetenz stärken“
    Gruppenangebote für Eltern mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte in den Stadtteiltreffs Kalk und Bayenthal (6 Gruppen) (seit 01/16)
     

    1. Mit allen Sinnen“ (Eltern-Kind-Kurs) für kleine Kinder in Kalk
    2. Türkische Vater-Kind-Gruppe in Kalk
    3. Müttergruppe in Bayenthal
    4. Angeleitete Gruppe für türkische Mütter
    5. Schreib- und Kreativwerkstatt für Mütter und Großmütter Familienwochenenden

Wie bei den Kindern und Jugendlichen sollen auch Eltern in bestehende Gruppenangebote integriert werden und in Austausch mit Eltern mit Migrationshintergrund und mit deutschen Familien kommen,
In einigen Gruppen ist es gelungen, dass einzelne syrische oder türkische Mütter hinzu gekommen sind und mitmachen.
Das Angebot wird gefördert durch die RheinEnergie-Stiftung Familie.

  • Ausbau der Angebote des Kalker Ladens
    Im Kalker Laden steht Montags bis Mittwochs (seit Februar 2016) Safiye Akbay-Ceribasi, eine Familientherapeutin türkischer Herkunft zur Verfügung, die weitergehende Beratungs- und Therapieangebote, auch auf Türkisch, machen kann. Donnerstags und freitags weiterhin soziale und erzieherische Beratung durch Emine Cun.
    Das Angebot wird gefördert durch „wir helfen“.

  • Ehrenamtliche Gruppe FamilienPartner (seit Februar 2016)
    Ehrenamtliches Angebot stadtweit für Familien (geflüchtete und andere), die Unterstützung im Alltag brauchen. Schulung und fachliche Begleitung durch die Familienberatungsstelle des Zentrums.
    Eine Gruppe von 14 Familienpartnern ist geschult worden und kommt regelmäßig zum Einsatz in Flüchtlingsfamilien.
    Weitere Informationen unter Ehrenamtliche FamilienPartner.
    Das Angebot wird gefördert durch Spenden des Unternehmens Freshfields.

  • Therapeutische Hilfe für traumatisierte Kinder (seit März 2016) (Einzeln und Gruppe)
    Die kindertherapeutischen Angebote sollen um kinderpsychotraumatologische Kompetenz und Kapazität für die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen erweitert werden.
    Aktuell läuft die Ausschreibung für neue Honorarkräfte mit entsprechender Qualifikation, Mitglieder des kindertherapeutischen Teams bilden sich entsprechend fort.
    Das Angebot wird gefördert duch eine Spende über den Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes.

  • Kalender der Malgruppe geflüchteter Kinder in der Unterkunft Schönhauser Straße
    Kalender der Malgruppe geflüchteter Kinder in der Unterkunft Schönhauser Straße

    Mal- und Gestaltungsangebot für Kinder in der neuen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Bayenthal, Schönhauser Straße ( März – Dezember 2016).
    Offenes Gruppenangebot in Kooperation mit dem Träger der Einrichtung „Die Johanniter“.für Kinder vor Ort in der Einrichtung dienstags 10.30 bis 12.00 Uhr durch Nadja Jakl, eine kunsttherapeutisch qualifizierte Kindertherapeutin des Teams der Beratungsstelle.
    Das Angebot wird gefördert durch Spenden über den Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes.

  • Fachberatung bei Kindeswohlgefährdung
    Auch für Einrichtungen und Projekte der Flüchtlingsarbeit steht das Kinderschutz-Zentrum für die Fachberatung bei Kindeswohlgefährdung zur Verfügung im Rahmen seines allgemeinen Beratungsangebots.

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© Deutscher Kinderschutzbund | Ortsverband Köln e.V. | Bonner Straße 151 | 50968 Köln
Tel.: 0221 / 5 77 77 - 0 | Fax: 0221 / 5 77 77 - 11 l E-Mail: info@kinderschutzbund-koeln.de