Kinderschutzbund Köln
Kinderschutz-Zentrum
Gewalt in Familien und gegen Kinder
Das Kinderschutz-Zentrum orientiert sich in seiner Arbeit an folgender Definition von Gewalt gegen Kinder:

Kindesmisshandlung stellt eine nicht zufällige, gewaltsame psychische und / oder physische Beeinträchtigung oder Vernachlässigung des Kindes durch Eltern / Erziehungsberechtigte oder Dritte dar, die das Kind schädigt, verletzt, in seiner Entwicklung hemmt oder zu Tode bringt.

Diese Definition umfasst

  • strukturelle Gewalt
  • Vernachlässigung
  • körperliche Gewalt
  • seelische Gewalt
  • sexuelle Gewalt
  • häusliche Gewalt

jeweils in unterschiedlichen Ausprägungen und Schweregraden.

Nicht die Aufklärung einer Tat, sondern der Schutz des Kindes und die Hilfen für die Eltern und die ganze Familie bilden den Mittelpunkt der Arbeit des Kinderschutz-Zentrums. Viele Faktoren bestimmen und gestalten diesen Prozess.

Das Kinderschutz-Zentrum begreift gewaltförmige Verhältnisse in Familien als Ausdruck eines Scheiterns – des Scheiterns eines einzelnen Menschen, von sozialen Beziehungen sowie des Familien- und Gesellschaftssystems.

Daher hat Gewalt in Familien und gegen Kinder viele Gründe und Ursachen, die bei den einzelnen Familien auf dem Hintergrund ihrer persönlichen Lebenserfahrung und ihrer persönlichen Lebensbedingungen unterschiedlich stark zum Tragen kommen und jeweils einer kind- und familienspezifischen Analyse bedürfen. Selten gibt es eine einfache Erklärung dafür, dass eine Familie in eine sie überwältigende Krise geraten ist; meist zeigt sich im Beratungsprozess, dass unterschiedlichste Faktoren und Gefährdungslagen in ihrer Verbindung und wechselwirkenden Verschärfung ursächlich sind.

 
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