Kinderschutzbund Köln
Kinderschutz-Zentrum
Projekt "KiWi - Kinder Willkommen"

 Konzept für das
„Netzwerk Familienfreundliches Köln“

- „Kinder Willlkommen-Besuche“ bei Eltern mit neugeborenen Kindern -

Gliederung

1. Ausgangslage

2. Zielgruppe

3. Richtungsziele des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

4. Handlungsziele des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

5. Kriterien zur Zielerreichung

5.1 Voraussetzungen für die Initiierung, Entwicklung und Steuerung des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

5.2 Voraussetzungen auf der Ebene der Netzwerkpartner

5.3 Voraussetzungen auf der Ebene der zentralen Koordinationsstelle

5.4 Voraussetzungen auf der Ebene der Kooperation zwischen den Vernetzungspartnern und der zentralen Koordinationsstelle

5.5 Voraussetzungen auf der Ebene der Bedarfsplanung an Personen, die ehrenamtlich Hausbesuche durchführen werden

5.6 Voraussetzungen auf der Ebene der Ehrenamtlichen, die Hausbesuche durchführen – Rahmenbedingungen –

5.6.1 Akquise von Ehrenamtlichen

5.6.2 Auswahl von Ehrenamtlichen

5.6.3 Kontrakte

5.6.4  Ausbildung

5.6.5 Supervision und Weiterbildung

 

 1. Ausgangslage

  • Gegenwärtige gesellschaftliche und auf Familien bezogene Wandlungsprozesse sind mit Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen verbunden (vgl. BMFSFJ 2006):
  • Veränderungen von Wertvorstellungen und Leitbildern
  • Veränderungen von Familienformen
  • Veränderungen der Arbeitsteilung und den sozialen Rollen in Familien
  • Veränderungen der sozialen Einbettung von Familien
  • Die Bewältigung des Alltags von Familien stellt hohe organisatorische Forderungen an die Eltern, denn es gilt, die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu befriedigen und individuelle oder sozial vorgegebene Ziele zu verfolgen (Petzold, 2006).
  • Die Entwicklungschancen von Kindern sind abhängig von der Beschaffenheit und Ausstattung der internen und externen Familienumwelt (Petzold, 2006)
  • Familien mit Neugeborenen sind und fühlen sich bei der Erziehung ihrer Kinder häufig auf sich allein gestellt. Gerade in urbanen Regionen können Familien immer seltener auf verwandtschaftliche und nachbarschaftliche Hilfe- und Unterstützungsleistungen zurückgreifen.
  • Familien mit Neugeborenen brauchen frühzeitig Informationen und Zugangsmöglichkeiten zu den Leistungen der Gesundheits- und Hilfesysteme zur Entwicklung eines gelingenden Zusammenlebens.
  • Familien mit Neugeborenen sind gegebenenfalls frühzeitig auf Entlastung und professionelle Unterstützung angewiesen, um die mit der begonnenen Elternschaft einhergehenden neuen Herausforderungen bewältigen zu können, bevor Belastungen und Überforderungen zu riskanten Entwicklungen führen.
  • Familien mit Neugeborenen benötigen eine soziale Infrastruktur und ein kooperierendes Netzwerk, um so früh wie möglich von passgenauen Hilfeangeboten profitieren zu können.
  • Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse und Bedarfe, wird die Initiierung, Entwicklung und der Aufbau eines „Netzwerk Familienfreundliches Köln“ angestrebt.
  • Für die Umsetzung des Projektes, soll die bestehende Infrastruktur der Angebote früher Hilfen ausgebaut, weiter entwickelt und optimiert werden.
  • In Kooperation mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, der Gesundheitshilfe und Mitgliedern der Wohlfahrtsverbände, soll das „Netzwerk Familienfreundliches Köln“ entstehen, an dem Akteure aus unterschiedlichen Handlungsfeldern beteiligt sind.
  • Das Netzwerk entfaltet seine Wirkung einerseits durch eine engmaschige, aufeinander abgestimmte und verbindliche Zusammenarbeit der beteiligten Akteure und andererseits auf der Grundlage gemeinsam entwickelter verbindlicher Standards zur Wahrnehmung, Deutung und Bewertung kindlicher Lebenslagen und familiärer Lebenswelten.
  • Vernetzungspartner sind dabei die Fachkräfte der öffentlichen und freien Hilfesysteme, als auch freiwillig bürgerschaftlich tätige Mitarbeiter / innen, die ehrenamtlich einem Verband/Verein/Institution zugehörig sind. 

2.  Zielgruppe

  • Zielgruppe des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“ sind alle Familien mit Neugeboren der Stadt Köln (9.548 Geburten in 2005). 

3.  Richtungsziele des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

  • Das „Netzwerk Familienfreundliches Köln“ setzt am Lebensort der Familie im Sozialraum an und möchte einen Zugang zu Familien herstellen.
  • Familien mit Neugeborenen machen mit dem „Netzwerk Familienfreundliches Köln“ die Erfahrung, dass sie von Anfang an Partner haben, die sie wertschätzend bei der Versorgung, Erziehung und Bildung ihres Kindes unterstützen, wenn sie Rat und Hilfe wünschen.
  • Familien mit Neugeborenen sind ca. 6 Wochen nach der Geburt ihres Kindes über bestehende Betreuungs- und Unterstützungssysteme der Stadt Köln und im speziellen ihres Stadtteils informiert.
  • Familien- und Elternkompetenzen sowie die Entwicklung einer sicheren Beziehung zwischen Eltern und Kind werden frühzeitig gestärkt
  • Problemlagen und riskante Entwicklungen bei Kindern und Eltern werden frühzeitig wahrgenommen und bedarfsgerechte Hilfen angeboten
  • Soziale Integration und Verbesserung von Teilhabechancen.

 4. Handlungsziele des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

  • Alle Familien mit Neugeborenen der Stadt Köln (9.548 Geburten in 2005) erhalten (ca. 6 Wochen nach der Geburt ihres Kindes) Besuch von einer/m Ehrenamtliche/en, die/der die Familie über bestehende Hilfe – und Betreuungssysteme, i.S. einer Navigationshilfe in Bezug auf das soziale Netz, informiert und ihnen ein Familienbegleitbuch aushändigt.
  • Bei Bedarf werden Zugänge zu niedrigschwelligen offenen Angeboten wie z.B. Elterntreff, Familienbildungsstätte, Familienzentrum oder Entlastungsangebote, wie z.B. Haushaltshilfe und Kinderbetreuung durch die/den Ehrenamtliche/n vermittelt.
  • Belastete Familien mit Neugeborenen, die schwache Ressourcen und einen erhöhten Hilfebedarf aufweisen, weil Familien diesen signalisieren oder von der/dem Ehrenamtlichen wahrgenommen werden, erhalten Unterstützung durch die Leistungen der öffentlichen Gesundheits- und Jugendhilfe, wie z.B. Familienhebammen, Frühförderung, Aufsuchende Familientherapie, Kinderkrankenschwestern, SPFH etc.

5.   Kriterien zur Zielerreichung

5.1  Voraussetzungen für die Initiierung, Entwicklung und Steuerung des „Netzwerk Familienfreundliches Köln“

  • Das Netzwerk wird von der Stadt Köln, Abt. Pädagogische und Soziale Dienste, initiiert, aktiv unterstützt, fachlich gesteuert und koordiniert.
  • Voraussetzung für die Entwicklung des Netzwerks und für die Umsetzung der mit dem Netzwerk verbundenen Ziele, ist die verbindliche Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe und der Wohlfahrtsverbände sowie die Verknüpfung mit dem Gesundheitssystem. Das Netzwerk aus Jugend- und Gesundheitshilfe muss strukturell in einem System verankert sein, damit es durch die gegenseitige Nutzung positiver Effekte des Zusammenwirkens seine Wirkung entfalten kann. 
  • Die mit dem Netzwerk verbundene Idee und dessen Ziel, überbrücken institutionelle Unterschiede und motivieren unterschiedliche Träger und Institutionen zur Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang müssen die potentiellen Netzwerkpartner geworben und aktiviert werden.
  • Für die Koordinationsstelle, als auch für die Aktivität der einzelnen Netzwerkpartner müssen ausreichende zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

5.2  Voraussetzungen auf der Ebene der Netzwerkpartner

  • Die am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger, müssen sich mit den Zielen des Netzwerks und dessen Realisierung identifizieren, zustimmen und ermöglichen können.
  • Den am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger, wird eine Fachkraft als Netzwerkkoordinator aus Mitteln der Stadt Köln zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe des Netzwerkkoordinators besteht in der Steuerung, Koordination und Kooperation der Aktivitäten sowohl auf der Ebene der Herkunftsorganisation, als auch zwischen der zentralen Koordinationsstelle und anderen Netzwerkpartnern.
  • Die am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger akquirieren Personen, die sich freiwillig bürgerschaftlich betätigen wollen und die die mit dem Profil einer/s Ehrenamtliche/en verbundenen Aufgaben übernehmen möchten.
  • Die am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger entwickeln gemeinsam mit der zentralen Koordinationsstelle ein praxistaugliches Handlungskonzept zur Durchführung der Hausbesuche und ein Curriculum zur Ausbildung und zum Profil der Ehrenamtlichen.
  • Den am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger obliegt die Organisation und die Steuerung der Hausbesuche durch die Ehrenamtlichen.
  • Die am Netzwerk aktiv beteiligten Institutionen und Träger tragen Sorge für eine qualifizierte Ausbildung, Begleitung, Beratung/Supervision der Ehrenamtlichen. 

5.3   Voraussetzungen auf der Ebene der zentralen Koordinationsstelle

  • Damit das Netzwerk langfristig Bestand hat, bedarf es einer zentralen Koordinationsstelle als Knotenpunkt zur Planung, Durchführung und Betreuung vielfältigster Aufgaben, die mit dem Netzwerk und seinen Partnern verbunden sind. Diese zentrale Koordinationsstelle ist bei der Stadt Köln, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abt. Pädagogische und Soziale Dienste verortet.
  • Die zentrale Koordinationsstelle
  • fördert eine transparente und kollegiale Zusammenarbeit mit und unter den am Netzwerk beteiligten Institutionen und Träger
  • entwickelt gemeinsam mit den am Netzwerk beteiligten Institutionen und Trägern, ein praxistaugliches Handlungskonzept zur Durchführung der Hausbesuche
  • entwickelt gemeinsam mit den am Netzwerk beteiligten Institutionen und Trägern, ein Curriculum zur Ausbildung und zum Aufgaben- und Kompetenzprofil einer/s Ehrenamtliche/en
  • informiert und berät die am Netzwerk beteiligten Institutionen und Träger hinsichtlich der Organisation und Umsetzung der Hausbesuche
  • organisiert und leitet regelmäßig einberufene Netzwerk- und Kooperationskonferenzen
  • initiiert Rückkopplungsschleifen mit den Vernetzungspartnern zur Weiterentwicklung und Evaluation des Netzwerks
  • aktualisiert regelmäßig das Familienbegleitbuch und ist für dessen Produktion und Vertrieb zuständig (Logistik)

5.4  Voraussetzungen auf der Ebene der Kooperation zwischen den Vernetzungspartnern und der zentralen Koordinationsstelle

  • Förderung einer umfassenden institutions- und trägerübergreifenden Betrachtungsweise und Entwicklung verbindlicher Standards zur Wahrnehmung, Deutung und Bewertung kindlicher Lebenslagen und familiärer Lebenswelten.
  • Gemeinsame Entwicklung eines praxistauglichen Handlungskonzeptes zur Durchführung der Hausbesuche
  • Gemeinsame Entwicklung eines Curriculums zur Ausbildung, Betreuung und zum Aufgaben- und Kompetenzprofil einer/s Ehrenamtliche/en
  • Gemeinsame Entwicklung eines einheitlichen Verständnisses und Bestimmung von Schwellenwerten zur Einschätzung von Risiken und Gefährdung des Kindeswohls
  • Klärung von Handlungsspielräumen für die Aktivitäten der Netzwerkpartner
  • Gemeinsame Entwicklung von Prozesszielen mit zirkulären Rückkopplungsschleifen
  • Einrichtung von regelmäßigen Kooperationskonferenzen zur Weiterentwicklung und Evaluation des Netzwerks
  • Regelmäßige fallbezogene Beratungen zur Reflexion und Einschätzung von Hilfebedarfen
  • Organisation und Durchführung von regelmäßigen Fortbildungen für die Ehrenamtlichen

5.5   Voraussetzungen auf der Ebene der Bedarfsplanung an Personen,   die ehrenamtlich Hausbesuche durchführen werden

  • Ausgehend von ca. 10 000 Geburten pro Jahr in Köln, sollten die entsprechenden Hausbesuche durch sieben Verbände und deren Mitglieder organisiert werden. Das bedeutet (rein rechnerisch), dass jeder Verband (und dessen Mitglieder) 2500 Hausbesuche pro Jahr – das entspricht 208 pro Monat – durchführt.
  • Vorausgesetzt, das Engagement einer/s Ehrenamtlichen kann mit ca. 15 Stunden pro Monat angesetzt werden, dann könnte jede/r Ehrenamtliche vier Hausbesuche pro Monat (=1 pro Woche) von je ca. 2 ½ Stunden Dauer (incl. An- und Abreise) durchführen.
  • Der Bedarf an Ehrenamtlichen pro Verband, läge nach o.g. Konstruktion bei 52 Personen. (Insgesamt 208 Ehrenamtliche.)

5.6  Voraussetzungen auf der Ebene der  Ehrenamtlichen, die Haubesuche durchführen
– Rahmenbedingungen –

5.6.1  Akquise von Ehrenamtlichen

Zukünftige Ehrenamtliche, die Hausbesuche bei Familien mit Neugeborenen im Rahmen des vorgenannten Projektes durchführen wollen, werden über Anzeigen in der lokalen und regionalen Presse oder weiterer lokaler Medien (Rundfunk, Fernsehen) gesucht. Die Bewerbung kann telefonisch oder schriftlich erbeten werden.

5.6.2 Auswahl von Ehrenamtlichen

Die Auswahl von geeigneten Ehrenamtlichen stellt ein Qualitätskriterium der Konzeption dar. Gleichzeitig sollen auch die Bewerberinnen und Bewerber frühzeitig die Gelegenheit haben, sich für oder gegen die oben genannte Tätigkeit zu entscheiden.

Um diese Anforderungen und Kriterien zu erfüllen, ist ein Auswahlverfahren notwendig. In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der zentralen Koordinationsstelle und den Netzwerkkoordinatoren des Projektes, wird das Auswahlverfahren durch Mitglieder des Kölner Arbeitskreis bürgerschaftliches Engagement (KABE) durchgeführt. Die Mitglieder des KABE verfügen über umfassende Kompetenzen und Erfahrungswissen in der Vermittlung und Auswahl von Personen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.

Bewerberinnen und Bewerber erhalten in telefonisch geführten Gesprächen mit den Mitgliedern des KABE einerseits Informationen über die Rahmenbedingungen des Projektes, das Tätigkeitsfeld, sowie über Anforderungen und Vereinbarungen, die mit der Ausbildung/Schulung verbunden sind. Andererseits dienen sie dem wechselseitigen kennen lernen und der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber. Vor allem wird die Motivation und die Erwartungen der Bewerberinnen und Bewerber, sowie der zeitliche Umfang der Ausbildung/Schulung und der anschließenden Tätigkeit Gegenstand dieser Gespräche sein. Bewerberinnen und Bewerber, die für die mit dem Konzept verbundenen Tätigkeiten und Kompetenzen weniger geeignet erscheinen, können dadurch bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden.

Geeignet für diese Tätigkeit sind Bewerberinnen und Bewerber insbesondere dann, wenn sich während des Gespräches herauskristallisiert, dass sie

  • gute Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten mitbringen
  • eine Bereitwilligkeit zum Lernen und Entwickeln der eigenen Persönlichkeit zeigen
  • gruppenfähig und belastbar sind
  • die Tätigkeit nicht für eigene Zwecke missbrauchen könnten
  • den zeitlichen und qualitativen Anforderungen an die Ausbildung/Schulung und die spätere Tätigkeit entsprechen können.

Bewerberinnen und Bewerber, die für die Tätigkeit geeignet sind, werden zu einer Informations- und Auftaktveranstaltung eingeladen. Die Informationsveranstaltung wird von der zentralen Koordinationsstelle und den Netzwerkkoordinatoren geplant und durchgeführt. Während dieser Veranstaltung werden die Bewerberinnen und Bewerber nochmals über die Ziele des Projektes, über die Vorgänge und Abläufe, ihre Rechte und ihre Verantwortung informiert und aufgeklärt.

5.6.3 Kontrakte 

Mit den Bewerberinnen und Bewerbern, die sich für ein Engagement im Projekt entschieden haben, werden grundsätzlich zu allen Regelungen und Anforderungen, die die Ausbildung und zukünftige Tätigkeit betreffen, schriftliche Vereinbarungen getroffen.

Die Ausbildungsvereinbarung regelt

  • die Gesamtzahl der Ausbildungsstunden (Zeitraum, Stunden pro Woche/Monat)
  • die Schwerpunkte der Ausbildung
  • die Anzahl der zu leistenden Hospitationsstunden
  • die Angabe zur Höhe der maximalen Fehlzeiten, deren Überschreitung einen Ausschluss von der Ausbildung zur Folge hat

Die Tätigkeitsvereinbarung regelt

  • die Verschwiegenheitspflicht gegenüber dritten Personen, die nicht unmittelbar in das Projekt involviert sind
  • die Anerkennung und Umsetzung der Anforderungen und Standards gemäß den Richtlinien der Ausbildung
  • die Verpflichtung zur Teilnahme an regelmäßigen Supervisionen und Fortbildung
  • die Bereiterklärung, Hospitanten zuzulassen

5.6.4  Ausbildung

Die Ausbildung der Ehrenamtlichen wird ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte mit einschlägiger Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Familienbildung, Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen durchgeführt. Sie wird zentral organisiert, damit ein institutions- bzw. trägerübergreifender fachlicher Standard  gewährleistet werden kann (Kriterium der Vergleichbarkeit). Sind bis dahin die vom Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement konzipierten Leitlinien verabschiedet, werden auch diese eine Richtschnur für den Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter bieten.

Dauer der Ausbildung:

Die Ausbildung hat einen Umfang von ca. 45 Zeitstunden Grundschulung. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Monaten und wird in mehreren mehrtägigen Blöcken (z.B. an Wochenenden) oder/und an einzelnen Tagen angeboten. Damit kann gewährleistet werden, dass auch berufstätig Interessierte an der Ausbildung teilnehmen.

Ausbildungsinhalte:

Die Ausbildung der Ehrenamtlichen verknüpft die Reflexion der Vermittlung von theoretischem Wissen mit praxisbezogenen Erfahrungswerten (Hospitationen). Sie ist modular aufgebaut. Es wird das Ineinandergreifen von drei Basismodulen angestrebt. Die einzelnen Module haben inhaltliche Schwerpunkte und vermitteln Kompetenzen des Ehrenamtlichen im Bereich der Kommunikation, der Familienbildung  und der eigenen Person (Persönlichkeitsbildung).

Themenschwerpunkte im Bereich

  • Kommunikation: Grundlagen, Kommunikationsmodelle, Gesprächsführung, Methoden der Beratung
  • Familienbildung: Übergang von Partnerschaft zur Elternschaft, Frühkindliche Interaktion und Eltern-Kind-Bindung, Entwicklung und Förderung von Kindern zwischen 0 und 3 Jahren, Kindeswohl / -gefährdung, Entlastungs- und Hilfeangebote in Köln
  • Persönlichkeitsbildung: Eigene Rolle als Ehrenamtliche/r, Auseinandersetzung mit der eigenen Motivation, Reflexion eigener Werte und Normen, Selbsterfahrung

Methoden des Lernens und der Vermittlung:

  • Theoretische Inputs (Vorträge etc.)
  • Rollenspiele
  • Kleingruppenarbeit
  • Gesprächsanalysen
  • Genogrammarbeit
  • Interaktionsspiele
  • Anfertigung von Protokollen

Hospitation:

Die Hospitation von Auszubildenden während der Hausbesuche von Ehrenamtlichen ist verpflichtender Bestandteil des Curriculums. Die Hospitation muss mindestens 3 Hausbesuche umfassen. Ziel der Hospitationen ist es, das Tätigkeitsfeld und Möglichkeiten der Kommunikation praktisch kennen zu lernen. Die damit verbundenen individuellen Erfahrungswerte werden sowohl zwischen Auszubildendem und Ehrenamtlichen, als auch in der Ausbildungsgruppe reflektiert und mit theoretischem Wissen verwoben.

5.6.5  Supervision und Weiterbildung

Supervision: Die begleitende Supervision schließt sich als Reflexion der Praxiserfahrungen zusammenhängend an die Ausbildung an. Sie dient der Entlastung der Ehrenamtlichen und der Stärkung ihrer Verantwortung für die Hausbesuche unter Einbeziehung der persönlichen Ressourcen. Die Supervision ist verbindlich vorgeschrieben. Sie findet in Gruppen statt und wird regelmäßig (4 - 6 wöchentlich) angeboten.

Weiterbildung: In einer regelmäßigen Folge bietet das Netzwerk Weiterbildungen für alle Ehrenamtlichen zu bestimmten Themen an.

 

Träger und Ansprechpartner zur Umsetzung des Konzeptes "KiWi –„Kinder Willkommen“

 

Stadtbezirk 1: Innenstadt

Familienbildung im Ev. Kirchenverband Koln und Region

Kartäuser Wall 24 B

50678 Köln 

Tel.: 0221/ 27 93 127

Fax: 0221/ 31 54 07

E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

Stadtbezirk 2: Rodenkirchen

Kinderschutzbund Köln

Michaela Lippmann

Bonner Straße 151

50968 Köln

Tel: 0221/ 5 77 77-16

Fax: 0221/ 5 77 77-11

E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

Stadtbezirk 3: Lindenthal

DRK-Kreisverband Köln e.V.

Oskar-Jäger-Str.101-103

50825 Köln

Tel: 0221/ 54 87 324

oder Tel: 0221/ 54 87 222 

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Stadtbezirk 4: Ehrenfeld

wir für pänz e.V.

Hansaring 84-86

50670 Köln

Tel.: 0221/ 356 58 44

Fax: 0221/ 35 65 84 80

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Stadtbezirk 5: Nippes

Sozialdienst katholischer Frauen e.V.

Hansaring 20

50670 Köln

Tel.: 0221/17 30 77

Fax: 0221/ 126 95 94

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Stadtbezirk 6: Chorweiler

Kindernöte e.V.

Florenzer Str. 20

50765 Köln

Tel.: 0221/ 700 65 20

Fax: 0221/ 22 12 13 90

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Stadtbezirk 7: Porz

Sozialdienst katholischer Frauen e.V.

Goethestraße 7

51143 Köln

Tel.: 02203/ 95 53 640

Fax: 02203/ 95 53 645

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Stadtbezirk 8: Kalk

Kinderschutzbund Köln

Anna Leuthold

Rolshover Straße 7-9, 51105 Köln

Tel.: 0221/ 47 44 59-16

Fax: 0221/ 47 44 59-11

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Stadtbezirk 9: Mülheim

Bürgerzentrum Vingst e.V.

Würzburger Str. 11 a

51103 Köln

Tel.: 0221/ 87 54 85

Fax: 0221/ 87 20 00

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Stadt Köln 

Amt für Kinder, Jugend und Familie

Frau Herzberg

Ottmar-Pohl-Platz 1

51103 Köln 

Tel: 0221/ 221-249 11 

Fax: 0221/ 221-254 46 

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