Kinderschutzbund Köln
Kinderschutz-Zentrum
Beratung und Therapie
Beratung und Therapie in der Familienberatungsstelle
Foto Zwei Kinder

Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien

Bonner Str. 151
50 968 Köln
Tel. 0221 / 5 77 77 - 0
montags bis freitags, 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Die Familienberatungsstelle ist offen für alle Probleme von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Familien, arbeitet aber schwerpunktmäßig in folgendem Themenprofil:

  • Gewalt in Familien
  • Kindesvernachlässigung
  • körperliche und sexuelle Kindesmisshandlung
  • Multiproblemfamilien
  • eskalierten Trennungs-Scheidungssituationen
  • anderen Problemlagen, in denen der Schutz des Kindes und das Kindeswohl nicht gesichert sind.

 

 
Krisengespräch und -beratung

Wenn – wie in schwierigen und komplexen Krisensituationen – eine telefonische Beratung nicht ausreicht, bieten wir kurzfristig persönliche Gespräche mit einer therapeutischen Fachkraft in der Familienberatungsstelle an.

Es geht darum,

  • eine Problemlage zu verstehen und zu strukturieren,
  • die eigenen Möglichkeiten zur Änderung der Situation
  • sowie das Vertrauen in diese eigenen Möglichkeiten (wieder-) zu finden
  • und Schritte hin zu Zielen, Interventionen und Lösungen zu formulieren und zu beginnen.

Für ein solches Krisencoaching bieten wir bis zu fünf Termine an.

 
Familienberatung und -therapie
Je nach Problemlage ist eine länger andauernde Beratung und / oder Therapie angesagt.

Wir beraten

  • Einzelpersonen
  • Paare
  • Familien

bei allen familialen Problemen, speziell

  • bei körperlicher Kindesmisshandlung und Partnergewalt
  • bei sexueller Kindesmisshandlung
  • bei Kindesvernachlässigung
  • bei Situationen, in denen das Kindeswohl nicht gesichert ist.

Die Beratung hilft,

  • die Situation zu verstehen
  • alle Beteiligten miteinander ins Gespräch zu bringen
  • nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Die Beratung ist vertraulich. Es kann sich als sinnvoll erweisen, mit gegenseitiger Zustimmung mit anderen Einrichtungen zusammenzuarbeiten.

Je nach Problematik (Drogen- und Suchtabhängigkeit eines Familienmitglieds) gibt es die kurzfristige Möglichkeit einer Verzahnung von Kinder- und Jugendhilfe mit der Suchtkrankenhilfe im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Sozialdienst Katholischer Männer Köln.

 
Kinder- und Jugendlichentherapie
Die Familienberatungsstelle im Kinderschutz-Zentrum Köln bietet Traumaarbeit und ressourcenstärkende Unterstützung im Rahmen von Kindertherapie an als Hilfe für
  • traumatisierte Kinder und Jugendliche, insbesondere nach körperlicher und sexueller Misshandlung
  • Kinder und Jugendliche mit starken Verhaltensauffälligkeiten wie Einnässen, Einkoten, Essstörungen, Selbstverletzungen
  • Kinder und Jugendliche mit Auffälligkeiten im Sozialverhalten, insbesondere Aggression, Lügen, Stehlen und Rückzug
  • Kinder mit körperlichen, seelischen und intellektuellen Entwicklungsverzögerungen
  • Kinder und Jugendliche, die unter psychosomatischen Störungen leiden, wie z.B. Ängste, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen
  • Kinder mit massiven Störungen im Lern- und Leistungsbereich

Die Eltern werden durch begleitende Gespräche miteinbezogen.

 
Therapeutisches Gruppenangebot „Mut-mach-Gruppe“
Das pädagogisch-therapeutische Gruppenangebot für Kinder (8 bis 11 Jahre) psychisch kranker Eltern soll die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern in einem schwierigen familiären Umfeld unterstützen.

In einem geschützten und vertrauten Raum wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, Kind zu sein. Dazu gehört, in einer Gruppe von Gleichaltrigen Spaß zu haben und auf Entdeckungsreise zu gehen.

Daneben fördert die kindgerechte Informationsvermittlung über die psychische Erkrankung der Eltern das gegenseitige Verständnis in der Familie, bildet die Grundlage für den Abbau von Ängsten und hilft, sich im Alltag besser orientieren zu können.

Die Kinder sollen von ihrer Verantwortung in der Familie entlastet werden, schwierige familiäre Themen sollen enttabuisiert und besprechbar gemacht werden.

 

Neue Gruppe ab Oktober 2011, montags 14.00 - 15.30 Uhr im Kinderschutz-Zentrum

Laufzeit ein Jahr, Teilnahme kostenlos.

 
Therapeutische Gruppe für gewaltbelastete Kinder

Vernachlässigten und/oder misshandelten Kindern fehlt in der Regel die Überzeugung, eine bedeutsame Person an ihrer Seite zu haben, die sie versteht und beschützt. Sie sind unsicher, ob sie in schwierigen Situationen auf Unterstützung und emotionale Zuwendung vertrauen können. Meist fühlen sie sich alleine, hilf- und wertlos und anderen Kindern gegenüber unterlegen. Sie haben daher kaum kontinuierliche, feste Freundschaften. Entweder ziehen sie sich zurück und versuchen unsichtbar zu sein, oder sie verhalten sich aggressiv, um so das Gefühl zu bekommen, stark und mächtig zu sein und gesehen zu werden.

 

Wir möchten diese Kinder mit einem therapeutischen Gruppenangebot unterstützen.

 

Was möchten wir mit der Gruppe erreichen?

  • Die Kinder sollen lernen, ihr Bild von sich selbst als „böses“ Kind, hin zu einem wertvollen und liebenswerten Menschen zu verändern.
  • Ihr Selbstwertgefühl und ihre Kontakt- und Beziehungsfähigkeit sollen verbessert werden.
  • Sie sollen neue Fähigkeiten entwickeln, potentielle Gefahren besser einzuschätzen, sich selber zu schützen und Hilfe zu suchen.

 

Das Angebot legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Arbeit mit den eigenen Ressourcen und auf die emotionale Stabilisierung der Kinder. Zunächst ist es wichtig, dass die Kinder die Erfahrung machen, Situationen selbst steuern zu können und nicht hilflos zu sein. Darauf aufbauend sollen sie langsam ihr Gefühl, an dem Geschehenen selbst schuld zu sein, vermindern. Sie werden sich allmählich auf die sicher und verlässlich gestalteten Beziehungen im Rahmen der geschützten Gruppe einlassen können. So wird ein Gegengewicht zu den früheren ängstigenden Erfahrungen ermöglicht, d.h. es finden korrigierende Beziehungserfahrungen statt.

 

Ergänzt wird die Gruppentherapie durch regelmäßig stattfindende Eltern- oder Bezugspersonengespräche. Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenlos und freiwillig.

 

Geleitet wir die Kindergruppe von:

 Katja Herrmann, Diplom-Heilpädagogin,

      Kindertherapeutin im Kinderschutz-Zentrum Köln

 

Zielgruppe:     Kinder im Alter  von 9-12 Jahren, die in ihrer Vergangenheit vernachlässigt

 und/oder misshandelt wurden

Zeit:                 geplant ab Anfang 2012, jeweils Montag, 15.00-16.30 Uhr (ca. 25 Sitzungen)

Ort:                  Familienberatungsstelle im Kinderschutz-Zentrum Köln

             

Kontakt:          Katja Herrmann, Tel: 0221/57777-0, Fax:0221/57777-11

             e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
Begleiteter Umgang
Der Begleitete Umgang zielt auf Anbahnung, Wiederherstellung, Praktizierung, Unterstützung und Förderung der Beziehung eines Kindes zu jenem Elternteil, mit dem das Kind nicht zusammenlebt.

Es ist ein Angebot zur Regelung und Umsetzung des Umgangsrechts und eine Hilfe für von hochstrittiger Trennung und Scheidung betroffene Kinder und deren Eltern.

Ziel ist es, die Eltern so weit wie möglich zu einer selbständigen und eigenverantwortlichen Gestaltung der Besuchskontakte hinzuführen und sie dementsprechend zu unterstützen.

Begleiteter Umgang im Rahmen der Familienberatungsstelle im Kinderschutz-Zentrum stellt auch einen geschützten Rahmen für Eltern-Kind-Kontakte bereit, die ansonsten nicht zustande kommen würden (z.B. bei Verdacht auf körperliche oder sexuelle Kindesmisshandlung).

Die Beratung der Familien übernehmen hauptamtliche Fachkräfte, der konkrete Begleitete Umgang wird in vielen Fällen von ausgebildeten und supervidierten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen durchgeführt.

 
Aufsuchende Familientherapie
Aufsuchende Familientherapie ist ein integriertes Diagnostik-, Clearing- und Beratungsangebot für Familien in akuten und chronischen Krisensituationen, in denen das Wohl von Kindern gefährdet ist. Das jeweilige Team besteht aus zwei FamilienberaterInnen, die in der Regel insgesamt sieben Stunden pro Woche pro Familie zur Verfügung stehen.

Die Hilfe wird im Haushalt / Umfeld der Hilfeempfänger geleistet. Die Maßnahme wird auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und im Rahmen der Hilfeplanung vom örtlichen Jugendamt eingesetzt und koordiniert.

Der genaue Zuschnitt der Maßnahme wird mit jeder Familie und dem Allgemeinem Sozialen Dienst der Stadt Köln fallspezifisch differenziert ausgehandelt und festgelegt. Eine Stellungnahme beschreibt zum Ende des Auftrages die Ergebnisse der Arbeit und skizziert ggfls. notwendige weitere Hilfen.

Dauer und Umfang der Hilfe orientieren sich am jeweiligen Hilfebedarf, der in Kooperation mit den Hilfeempfängern und den beteiligten Institutionen vereinbart wird. Die Finanzierung erfolgt über die Abrechnung von Fachleistungsstunden für ambulante, aufsuchende Familienarbeit mit der Stadt Köln.

Inhaltlich bedeutet Aufsuchende Familientherapie:

  • Krisenmanagement und Hilfen zur Krisenbewältigung
  • Anamnese und Erfassung der sozialen Belastungen
  • gezielte Interaktionsdiagnostik (z.B. mit Video-Home-Training)
  • Anwendung von Methoden und Techniken der Familiendiagnostik und -therapie
  • Familientherapeutische Sitzungen mit zwei Familientherapeuten (i.d.R. Mann und Frau) mit Vor- und Nachbereitung/Dokumentation
  • evtl. Entwicklungs- und Leistungsdiagnostik des Kindes (bei kleinen Kindern auch medizinische Diagnostik)
  • intensive Bindungsdiagnostik und -förderung (bei kleinen Kindern und jungen Familien)
  • Herstellen von Klarheit in der Familienstruktur und Alltagsgestaltung
  • Vorsorge im Umgang mit Problemsituationen
  • Empfehlung: Einschätzung der Ressourcenlage / Empfehlung weiterer Hilfen
  • in Fällen von Suchtabhängigkeit enge verbindliche Kooperation mit der Suchtberatung des SKM
  • Screening-Funktion und Diagnostik für die weitere Hilfeplanung
  • Unterstützung des ASD bei Hilfeplanverfahren und Case Management
  • ggflls. Auswertung der bisherigen Klienten-Helfer-Interaktionen und Kooperation mit anderen Diensten
  • diagnostische Unterstützung im Hilfeplangespräch / in der Helferkonferenz
  • supervidierende Praxisbegleitung
  • Fort- und Weiterbildung für helfende Berufe
 
Entwicklungspsychologische Beratung
Dieses Beratungsangebot richtet sich an alle Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern (0 bis 3 Jahre). Es umfasst mindestens zwei Beratungsgespräche und die Videoaufzeichnung einer Familiensituation (Wickeln, Füttern, Spielen), die den Eltern vertraut ist.

Die Beratung ist insbesondere ein Angebot für:

  • Eltern, die sich im Umgang mit ihren Kindern noch sehr unsicher fühlen
  • Eltern mit Schrei-, Schlaf- und Ernährungsproblemen der Kinder
  • Eltern, die Hilfe bei der Lösung innerfamiliärer Probleme suchen (z.B. Geschwisterrivalität)
  • Eltern mit kranken und / oder behinderten Kindern
  • junge Eltern
  • Eltern mit Frühgeborenen
  • Eltern mit körperlicher / seelischer Erkrankung
  • Eltern mit entwicklungsspychologischem Interesse.
 
Fallberatung für Fachkräfte
Die Familienberatungsstelle im Kinderschutz-Zentrum berät alle, die mit Kindern und Familien in Krisensituationen Kontakt haben
  • zu diagnostischen Fragen: Was ist mit dem Kind / mit der Familie? Ist mein Verdacht auf Kindesmisshandlung, auf sexuellen Missbrauch begründet?
  • zu Fragen der Hilfe: Was ist meine Verantwortung? Wo sind meine Grenzen? Wie kann ich die Hilfe auf den Weg bringen? Welche Hilfe ist für das Kind / für die Familie angemessen? Muss ein Kind aus seiner Familie genommen werden?
  • zu Fragen der Zusammenarbeit: Wie kann ich mit anderen zusammenarbeiten? Was ist meine Position unter den Helfern? Was sind Möglichkeiten und Grenzen von Kooperation?
 
Fortbildung für Fachkräfte
Auf Anfrage bieten wir Informationsveranstaltungen und Fortbildungen im Rahmen des Themenprofils der Familienberatungsstelle an. Solche Veranstaltungen sind kostenpflichtig.

Inhaltlicher und formaler Rahmen nach Absprache.